St. Andrä, 14. 9. 2026
St. Andrä am Zicksee, 14. September 2026. Wenn Militärdekan DDr. Alexander Markus Wessely am Samstag, 19. September 2026, um 19 Uhr im Saal des ehemaligen Gasthofes Seywerth in St. Andrä am Zicksee auf die Bühne tritt, ist es bereits sein vierter Kabarettabend in Folge an diesem Ort. Unter dem Titel „Zoogeschichten – politisch korrekte Viechereien“ verspricht der burgenländische Militärdekan erneut einen Abend mit Humor, Pointen und gesellschaftlichen Seitenhieben. Bisher wurden bereits EUR 6.300,– bei den St. Andräer Kabarettabenden für das VinzenzGwölb gespendet.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende zugunsten des Wiener VinzenzGwölb wird gebeten. Einlass ist laut Veranstaltungsankündigung ab 17 Uhr; für Speis und Trank ist gesorgt.
Vom Oberkellner über den Psychiater zum Requisiteur
Die Kabarettabende in St. Andrä sind mittlerweile zu einer kleinen Tradition geworden. Den Auftakt machte Wessely am 21. Oktober 2023 mit dem Einpersonenstück „Kaffeehausgeschichten: Ein Ober erzählt…“. Vor rund 150 Gästen schlüpfte der Militärdekan in die Rolle eines Wiener Oberkellners und verband Schauspiel, Wortwitz und Situationskomik. Der Reinerlös war für das VinzenzGwölb in Wien bestimmt.
2024 kehrte Wessely nach St. Andrä zurück – diesmal als Psychiater in seinem Programm „Lauter Irre“. Wieder war der Saal voll, und Wessely bezog das Publikum aktiv in das Geschehen ein. Unter anderem brachte er die Besucher dazu, gemeinsam einen „Radetzkymarsch“ zu klatschen. Auch dieser Abend war als Benefizveranstaltung konzipiert; der Reinerlös kam erneut dem Wiener VinzenzGwölb zugute.
Den bislang dritten Auftritt absolvierte Wessely am 27. September 2025 mit dem Einpersonenstück „Der Requisiteur“. Das Szenario: Ein Requisiteur steht plötzlich vor einem ausverkauften Saal, obwohl eigentlich gar keine Vorstellung angesetzt ist. Nach dem Motto, dass man ein Publikum nicht nach Hause schickt, entwickelte sich daraus ein Abend voller feiner Wortspiele und schauspielerischer Pointen. Auch 2025 war der Saal des ehemaligen Gasthofs Seywerth bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Reinerlös der Veranstaltung kam auch im letzten Jahr dem VinzenzGwölb zugute.
VinzenzGwölb: Hilfe für die „Ärmsten der Armen“
Seit 1832 betreibt der Orden der Barmherzigen Schwestern in Wien eine Verpflegungsstelle für Obdachlose und Not leidende Menschen. Aus dem ehemaligen „Armenhof“ entstand 2010 nach einem Umbau das heutige „VinzenzGwölb“, wo an jedem Werktag vormittags eine Frühstücksausgabe mithilfe freiwilliger Helferinnen und Helfer stattfindet. Anders als bei den meisten Verpflegungseinrichtungen für hilfsbedürftige Menschen ist die Hilfeleistung durch das „VinzenzGwölb“ an keinerlei Voraussetzungen bzw. Nachweise gebunden. Pro Tag nehmen derzeit zwischen 150 und 200 Personen das Angebot in Anspruch.
Nur wenige Wochen nach den Veranstaltungen in St. Andrä wurde in den letzten 3 Jahren der Spendenreinerlös in Form von Lebensmittelpaketen und Winterbekleidung zum Wiener VinzenzGwölb transportiert. Unterstützung in Sachen Logistik bekam Militärdekan Wessely dabei stets von den Mitgliedern des Vereins „Freunde der Militärpfarre Burgenland“ und den Kameraden der 2. Ausbildungskompanie der Heerestruppenschule. Bei den Kabarettabenden in St. Andrä am Zicksee konnten in den Jahren 2023 bis 2025 insgesamt EUR 6.300,– an Spenden für die Versorgung notleidender Menschen aufgebracht werden.
Mit dem Abend „Zoogeschichten – politisch korrekte Viechereien“ folgt nun 2026 die vierte Ausgabe dieser besonderen St. Andräer Kabarettreihe.
Theologe, Pädagoge und Schauspieler
Dass Wessely auf der Bühne unterschiedliche Charaktere glaubwürdig verkörpern kann, kommt nicht von ungefähr. Der gebürtige Wiener absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Kindergarten- bzw. Elementarpädagogen und eine Schauspielausbildung an der Schauspielschule Krauss. Danach studierte er Theaterwissenschaften, Pädagogik und Theologie; diese Studien schloss er mit zwei Doktorgraden ab.
2005 wurde Wessely zum Priester geweiht, seit 1. Jänner 2006 steht er an der Spitze der Militärpfarre Burgenland. 2014 erfolgte seine Ernennung zum Militärdekan im Rang eines Obersts; 2016 wurde er zudem zum Bischofsvikar für die Bereiche Medien und Miliz bestellt.
Damit verbindet Wessely auf ungewöhnliche Weise drei Bereiche: Seelsorge, militärische Tätigkeit und Theater. Auch außerhalb des Kabaretts ist sein Zugang zur Kultur von Humor und Vermittlung geprägt – etwa wenn er Soldatinnen und Soldaten über den Wiener Zentralfriedhof führt und dabei schwierige Themen wie Tod und Vergänglichkeit mit Wissen und einem Augenzwinkern erschließt.
Humor als Form der Nächstenliebe
Auch 2026 steht neben der Unterhaltung der karitative Gedanke im Mittelpunkt. Der Abend soll nicht nur zum Lachen bringen, sondern zugleich Menschen in sozialen Notlagen zugutekommen. Damit setzt die Veranstaltungsreihe eine Linie fort, die bereits die drei vergangenen St. Andräer Abende geprägt hat: Theater und Kabarett werden zum Anlass, Gemeinschaft zu schaffen und gleichzeitig konkrete Hilfe zu ermöglichen.
So darf man gespannt sein, welche Tiere Wessely diesmal auf die Bühne beziehungsweise in seine Geschichten holt – und wie viel „politische Korrektheit“ die „Viechereien“ tatsächlich vertragen. Nach Oberkellner, Psychiater und Requisiteur wartet jedenfalls eine neue Rolle auf den vielseitigen Militärdekan: der humorvolle Zoobesucher mit Blick auf die menschliche Spezies.
Kabarettabend mit DDr. Alexander Wessely:
Samstag, 19. September 2026, 19 Uhr
Saal des ehemaligen Gasthofs Seywerth, Hauptstraße 67, 7161 St. Andrä am Zicksee
Einlass ab 17 Uhr ·
Eintritt: freie Spende zugunsten des VinzenzGwölbs in Wien

